Eigentlich sollte die neue Biografie des Fürsten Hermann Heinrich von Pückler-Muskau (1785-1871) pünktlich zu seinem 234. Geburtstag am 30. Oktober erscheinen. Doch das Buch mit dem Titel „Fürst Pückler. Ein Leben in Bildern“ aus dem Berliner be.bra-Verlag verzögerte sich noch einige Tage. „Spätestens am 2. Dezember soll nun die 400 Seiten lange Lebensbeschreibung des grünen Gartenfürsten, Weltenbummlers und Literaten mit rund 700 Abbildungen in die Buchläden kommen“, teilte eine Verlagssprecherin mit. Inzwischen ist das Buch für 34 Euro in den Cottbuser Buchhandlungen erhältlich und wird nach einer telefonischen Rückfrage "sehr stark nachgefragt", die "Talia-Buchhandlung" hatte zum Beispiel am 3. Dezember nur noch zwei Exemplare. Auch dem 2005 gegründeten und rund 170 Mitglieder zählendem Förderverein „Fürst Pückler in Branitz“ sollten jetzt die ersten Exemplare vorliegen. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Biografie gab es schon bei der traditionellen Geburtstagsfeier des Vereins für den Fürsten am 28. Oktober. Im Cottbuser Stadthaus stellten die Herausgeber Stiftungskustodin Simone Neuhäuser, der Cottbuser Kulturwissenschaftler Ulf Jacob und Gert Streidt als Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz den reich bebilderten Band vor. Er reiht sich vortrefflich ein in die bisher erschienenen Veröffentlichungen zu Pückler, den 13 veröffentlichten „Editionen Branitz“ und auch in das 2006 im Cottbuser Regia-Verlag erschienene Buch „Der tolle Pückler“ des unvergessenen Hans-Hermann Krönert.

„Anhand von kommentierten Bildquellen, Autographen und Objekten erzählt die Biografie das Leben des Fürsten und bietet tiefe Einblicke in das soziale, kulturelle und politische Alltagsleben seiner Zeit“, sagte Vereinsvorsitzender Bernhard Neisener. Essays renommierter Pückler-Forscher zu den Lebensabschnitten und Schaffensphasen Pücklers liefern eine moderne Form der Pücklerrezeption. Als Standesherr und Landschaftskünstler von internationalem Rang, als Erfolgsschriftsteller, Reisender zwischen Okzident und Orient sowie als universell interessierter Leser, Freund der Wissenschaften und Genießer alles Schönen hinterließ er eine vielschichtige Überlieferung, in der über seine Person hinaus die Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts anschaulich wird. „Der Band bietet mit einer Fülle von Abbildungen und erläuternden Texten einen zeitgemäßen Blick auf den Fürsten Pückler, von den Irrungen und Wirrungen der Kindheits- und Jugendjahre bis hin zu seinem Nachruhm“, schrieb der be.bra-Verlag. „Die neue Publikation soll dazu anregen, sich weiter mit der Ausnahmeperson Pückler zu beschäftigen“, so der noch bis zum Jahresende wirkende Stiftungsdirektor Gert Streidt. Der 1954 in Kamenz geborene Pückler-Kenner geht nach über zehnjähriger Amtszeit in den Ruhestand. (kay)

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