Manch einer hat ihn noch zu Hause: einen Briefbeschwerer, von der Oma vielleicht und sicher, weil er die Glaskunst schätzt. Der Görlitzer Verlag Gunter Oettel widmete diesen besonderen Objekten ein Buch: "Historische Briefbeschwerer - Paperweights aus Brandenburg und Sachsen" von Bernd-Ingo Friedrich.  

Die in diesem Buch vorgestellten „geschundenen“, das heißt in den Arbeits­pausen oder nach Feierabend hergestellten Briefbeschwerer gehören mit zum Prächtigsten, was die Glasmacherkunst hervorgebracht hat, heißt es dazu aus dem Verlag. Angesichts des wenigen und zudem ziemlich groben Werkzeugs, das ein Glasmacher benutzte, bleibt einem nur übrig sich zu wundern und zu staunen angesichts der Vielfalt und Schönheit solcher eilig fabrizierten Kunststücke. Colette de Jouvenel, Tochter der französischen Schriftstellerin Colette, einer leidenschaftlichen Sammlerin der bunten Glaskugeln, schrieb über deren Schöpfer: „Wer die Fähigkeit besitzt, Smaragde, Rubine und Saphire aus Glas entstehen zu lassen, der Farbtöne festhält, die in der Natur nur flüchtig vorkommen, der reale und irreale Formen und Farben in ein Objekt, nicht größer als unser Handteller, magisch einzuschließen vermag, der ist vielleicht nur ein bescheidener Zauberer, aber er ist ein Zauberer.“

Das Buch ist bislang nach Österreich, in die USA, die Niederlande und auch nach Neuseeland gegangen, nach Deutschland natürlich auch, teilt der Verleger Gunter Oettel mit.

"Historische Briefbeschwerer - Paperweights aus Brandenburg und Sachsen", 288 S., fester Einband, 21 x 27 cm, 25 Euro.

Der Verlag im Netz: www.verlag-oettel.de

 

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