"In der Kindheit sind die Wiesen bunter, die Gräser höher, und die Kräuter duften stärker. In der Kindheit liegt ein Zauber über allem", schreibt Annelies Schulz in ihrem neuen Buch "Wenn der Holunder reift". Mit heiteren und nachdenklichen Erzählungen gibt die Autorin aus Taubenheim in der Oberlausitz einen Einblick in ihr Leben. Dabei spannt sie einen schillernden Bilderbogen an Erinnerungen, der von ihrer Kindheit über ihre Jugendjahre bis in die heutige Zeit reicht, teilt der Oberlausitzer Verlag aus Dittelsdorf bei Zittau mit, wo das Buch gerade erschienen ist. Die Premiere war am 11. Oktober in Bautzen.

Über ihr neues Buch hatte Annelies Schulz bereits im März gesagt, dass es sich um die Holunderzeit dreht. "Es geht ums Altwerden, und als Synonym dafür habe ich die Holunderzeit gewählt, die Zeit, in der der Sommer seinen Hut nimmt, wie meine Großmutter das so bildhaft ausdrückte. Das letzte, was sie nun noch einlegte, waren die Holunderbeeren." Das Buch ist keineswegs todernst, betonte sie, es geht um Erinnerungen und um gelegentliche Altersbefindlichkeiten, Kurioses und manchmal auch Peinliches. So kann es im Alter schon mal passieren, dass man Leute, die einen freundlich grüßen, nicht mehr erkennt, sagt sie. "Oder dass man einen grüßt, mit dem man eigentlich nichts zu tun haben wollte, doch der grüßt dann freundlich zurück und von da an ist alles wieder im Lot." Sie erzählt von eigenen Erlebnissen, die Geschichten handeln in der Oberlausitz und auch ihre Großmutter taucht darin auf.

Die Stadtbibliothek in Bautzen rechnete mit einem großen Andrang bei der Buchpremiere und hat deswegen gleich zwei Lesungen für den 11. Oktober angesetzt. Bereits Anfang Oktober waren alle Plätze weg. (st)

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