Nachrichten aus der Lausitz Münzen und Medaillen aus neun Jahrhunderten

Das Schlesische Museum zu Görlitz rückt erstmals seinen reichen Schatz an Münzen und Medaillen aus neun Jahrhunderten in den Mittelpunkt und will dabei politische, wirtschaftliche und kulturhistorische Aspekte des Geldes auffächern. "Kopf und Zahl. Geschichte des Geldes in Schlesien" heißt die Ausstellung, die am 5. Mai öffnet.

Die Besucher sind eingeladen, ihren Blick für Details der vielzähligen kleinen Objekte zu schärfen, denn Münzbilder, Aufschriften und Nennwerte erzählen Geschichte: Sie zeigen die wechselvollen Herrschaftsverhältnisse und die Entwicklung des Münzgeldes in Schlesien. Die Ausstellung erläutert die rechtlichen und praktischen Grundlagen der Münzprägung und belegt mit Beispielen, wie die Minderung oder Steigerung des Geldwertes die wirtschaftliche Situation des Landes beeinflussten. Als eine weitere, sehr attraktive Facette der schlesischen Numismatik wird die Medaillenkunst präsentiert. Glanzvolles Kunsthandwerk führt vor Augen, dass Münzen und Medaillen gleichermaßen als kunstvolle Objekte geschätzt wurden.

Die Ausstellung wird bereichert durch Leihgaben privater Sammler sowie des Muzeum Narodowe (Nationalmuseum) und des Ossolineums in Breslau/Wrocław, des Muzeum Karkonoskie (Riesengebirgsmuseum) in Hirschberg/Jelenia Góra und der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur.  

Attraktion der Ausstellung soll der große Münzfund von Krausendorf/Dębrznik sein. Er ist eine Leihgabe des Muzeum Tkactwa w Kamiennej Górze/Webereimuseum Landeshut. Der aus über 6000 Münzen des 15. und 16. Jahrhunderts bestehende Fund kann dank einer Förderung der Europäischen Union zu einem bedeutenden Teil konserviert und präsentiert werden.

Eröffnung am 5. Mai, 11 Uhr, Schlesisches Museum zu Görlitz, Schönhof, Brüderstraße 8, Ausstellung bis zum 23. Februar 2020 geöffnet Di – Do 10 – 17 Uhr, Fr – So 10 – 18 Uhr.