Die Lausitzer-Leben-Seite legt eine Pause ein bis Ende Juli. Genießen Sie den Sommer und die Kultur der Lausitz! 

Bautzen Burgfilmnächte Nationalstraße

Kino unterm Sternenhimmel: In Bautzen haben die 15. Burgfilmnächte begonnen, teilt das Bautzener Theater als Veranstalter mit. Nach dem Auftakt am 29. Juni werden bis zum 3. August, immer dienstags, 21.30 Uhr, folgende Filme auf dem Hof der Ortenburg gezeigt:

6. Juli, nach dem preisgekrönten Bestseller von Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts (D 2017). Eine Komödie mit dramatischen Zügen mit Bruno Ganz und Gabriela Maria Schmeide, Regie: Matti Geschonneck. Frühherbst 1989 in Ostberlin: Urgroßvater Wilhelm Powileit (Bruno Ganz), Ex-Widerstandskämpfer, Exil-Heimkehrer und Stalinist, wird 90 Jahre alt und zum Familienfest erscheinen nicht nur Verwandte, Freunde und Nachbarn, sondern auch diverse Funktionäre, sie bringen Blumen und halten Reden, als wäre die DDR-Welt noch heile. Nur der sehnlichst erwartete Enkel Sascha fehlt. Kaum einer weiß, dass er sich einige Tage vorher in den Westen abgesetzt hat. Als die Nachricht durchsickert, ist das Entsetzen groß… 

13.Juli, nach dem gleichnamigen Roman von Jaroslav Rudiš: Nationalstraße (CZ/D 2020). FSK ab 16 Jahren. Erzählt wird die tragikomische Geschichte über einen Endvierziger in einer Prager Plattenbausiedlung, der sich selbst Vandam nennt und mit der neuen Zeit nicht klarkommt. Damit ist er einer von Vielen heute, die sich abgehängt fühlen und sich deswegen auf eigenen und nicht immer friedlichen Wegen durchs Leben kämpfen. Einerseits ist Vandam ein Schläger mit Wut im Bauch, andererseits aber ein Mensch voller Leidenschaft, auf der Suche nach Gerechtigkeit, nach Liebe. Einer, der sagt, was er meint und der sein Wort hält. 

20. Juli, nach dem gleichnamigen Buch von Marc-Uwe Kling: Die Känguru Chroniken (D 2020). Der unterambitionierte Berliner Kleinkünstler Marc-Uwe (Dimitrj Schaad) und das vorlaute Känguru (gesprochen von Marc-Uwe Kling) nehmen es mit dem rechtspopulistischen Immobilienhai Dwigs (Henry Hübchen) auf, der den malerischen Nachbarschaftskiez verschandeln will. Doch davor müssen die beiden sich erst mal kennenlernen. Und das geschieht, als das sprechende Beuteltier bei Marc-Uwe an der Tür klingelt und wenig später ungefragt sein Mitbewohner wird. Fortan häufen sich die abstrusen Erlebnisse. Denn wo das antikapitalistische Känguru ist, da ist das Chaos nicht weit. WG-Regeln sind in den Augen des Kängurus nur eine mildere Form der Unterdrückung.

27. Juli, passend zum aktuellen Theatersommerstück „Sherlock Holmes – Die Beatles Bänder“: The Beatles – Eight Days a Week (GB 2016). Bis heute sind sie die Könige des Pop: Die vier Pilzköpfe Paul, John, George und Ringo eroberten in den Sechzigern von Liverpool aus die Welt. Der Film begleitet die Band während ihrer Tour-Jahre, und damit von ihren Anfängen im Hamburger Star Club Anfang der Sechziger bis zu ihrem letzten Konzert. Gezeigt wird auch bisher unveröffentlichtes Material. Auch beim diesjährigen Theatersommer spielt diese Musik eine wichtige Rolle. Das Stück „Sherlock Holmes – Die Beatles Bänder“ ist noch bis zum 8. August im Hof zu erleben.

3. August, nach fünf Filmen mit männlichen Helden wird es nun Zeit für Eine Frau mit berauschenden Talenten (F 2020). Eine Komödie mit der großartigen Isabelle Huppert in der Hauptrolle. Patience ist selbstbewusst, unabhängig und schlagfertig. Als Dolmetscherin im Drogendezernat übersetzt sie abgehörte Telefonate der Drogenszene und wird dafür massiv unterbezahlt. Als das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter wegen unbezahlter Rechnungen droht, die alte Dame auszuquartieren, gerät Patience unter Handlungsdruck. Der Zufall will es, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist … Als begnadete Verkäuferin mischt sie in ihrer neuen Rolle als Madame Hasch den Pariser Drogenmarkt auf.

Eine Schlechtwettervariante gibt es nicht dieses Jahr. Im Burgtheater, das sonst bei Regen genutzt wurde, wird eine Ausstellung über 25 Jahre Theatersommer gezeigt. Das Theater teilt noch mit: Ab 1. Juli entfällt die Testpflicht, wenn die Inzidenz unter 10 bleibt. (st) 29. Juni 2021

Theaternative Komödie Cottbus Sommertheater

Sie dürfen endlich wieder spielen und singen. Die Schauspieler der Kleinen Komödie Cottbus/TheaterNative C stehen jetzt fast täglich auf der Probebühne in der Cottbuser Petersilienstraße, teilte Intendant Gerhard Printschitsch mit. 17 von ihnen, darunter die Hauptdarsteller Hans Anacker (als Albin/Zaza), Peter Splitt, Matthias Greupner, Kai S. Guentzel und Suzanne Kockat, proben mit großem Eifer für den 26. Theatersommer. Am 9. Juli soll sich der erste Vorhang für das erfolgreiche Musical „Ein Käfig voller Narren“ (französischer Originaltitel „La cage aux folles“) heben. Die 1989 als Privattheater vom Österreicher Gerhard Printschitsch gegründete Kleine Komödie bringt damit erneut ein witzig-freches und frivoles Stück in Cottbus auf die Bühne im Innenhof der TheaterNative. Der opulente Zweiakter wurde angelehnt an den 1978 ersten weltweit erfolgreichen Film aus dem Drag-Queen-Milieu und dem gleichnamigen Theaterstück auf vielen deutschen und internationalen Bühnen gespielt. Jetzt können sich auch die Cottbuser und ihre Gäste auf das rund zweistündige Musical in der Regie von Gerhard Printschitsch und auch besonders auf das Lied „I am what I am“ („Ich bin, was ich bin“) freuen, das inzwischen Kultstatus erreicht hat.

Nach der Premiere am 9. Juli steht  „Ein Käfig voller Narren“ noch ein halbes Dutzend Mal, nämlich am 10. Juli (20.30 Uhr), am 11. Juli (16 und 20.30 Uhr) sowie am 30. und 31. Juli, jeweils 20.30 Uhr, auf dem Spielplan der Kleinen Komödie. Auch zwischendurch ist das kleine, feine und familiäre Theater, das inzwischen eine ganz bestimmte Größe in der Cottbuser Kulturszene erreicht hat, nicht untätig. So wird am 16., 17. und 18. Juli (jeweils 20.30 Uhr) erneut das Erfolgsstück „Der Tatortreiniger“ gezeigt. Am 24. Juli gibt es einen Gundermann-Abend mit Jörg Endesfelder und Arne Spekat. „Aufgespritzt und oben ohne“ heißt es am 6. August mit Lutz Hoff und Eva Maria Pieckert und einen Tag später, am 7. August, wird die weltbekannte Band Bell book and candle in der Kleinen Komödie Cottbus erwartet. Intendant, Regisseur und Volksschauspieler Gerhard Printschitsch ist optimistisch, dass die vom Brandenburger Kulturministerium, der Stadt Cottbus und der Sparkasse Spree-Neiße finanziell unterstützte, kleine Bühne als Alternative zum Staatstheater jetzt wieder einen Aufschwung erlebt. (kay) 28. Juli 2021

26. Theatersommer der TheaterNativeC/Kleine Komödie Cottbus, Premiere 9. Juli, Vorverlauf Telefon 0355-22024, Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!