Märchen Bautzen Branitz

Mit dem sorbischen Märchen „Das goldene Gütlein“ begann am Pfingstsonntag die erste „Branitzer Märchenstunde“ im Pückler-Schloss in Cottbus. „Die Veranstaltungsreihe mit dem neuen Angebot für Familien führt jetzt jeden zweiten Sonntag kleine und große Schlossbesucher in die phantasievolle Welt der Märchen“, sagte Juliane Züge von der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. Als „Märchenfrau“ fungiert die aus Hörlitz bei Senftenberg stammende Ute Fisch. Die 68-Jährige liest und erzählt schon Märchen seit ihrer Kindheit. Das Mitglied der Europäischen Märchengesellschaft kann nach eigenen Angaben 194 alte Volksmärchen auswendig. Zu ihnen gehören die 60 sorbischen Geschichten aus dem im Domowina-Verlag in Bautzen erschienenen Buch „Das goldene Gut“, die von Roza Domascyna zusammengestellt und von Jutta Mirtschin illustriert wurden.

Die erste Märchenreise führte zum Hof eines sorbischen Vaters, der sein Hab und Gut vererben will. Deshalb stellt er seinen beiden Söhnen drei Aufgaben. Derjenige, der sie am besten löst, soll das Gut des Vaters bekommen. Außer der Geschichte vom „Goldenen Gütlein“ erzählte die „Branitzer Märchentante“ Ute Fisch zur Premiere noch andere Märchen, vom fliegenden Teppich, der goldenen Kutsche oder dem Seepiratenschiff.

Treffpunkt für die „Branitzer Märchenstunden“ ist immer an der Schlosskasse. Der Eintritt kostet einen Euro, für Kinder bis zwölf Jahre ist er frei.

Weitere Märchenstunden im Schloss Branitz gibt es am 14. Juli, 11. August, 8. September, 13. Oktober und 11. November, jeweils 14, 15 und 16 Uhr. (kay)