Planetarium Cottbus Film Elfentür

Der kleine Felix ist unschlüssig. Soll er seinen sehnlichsten Weihnachtswunsch lieber dem Weihnachtsmann oder dem Christkind anvertrauen? Mit der Post schicken, da müsste ja eine Adresse darauf stehen. Mitten in seinen Überlegungen entdeckt der Knirps im Cottbuser Raumflugplanetarium eine kleine Tür, eine Elfentür. Hier legt das Kind seinen Wunschzettel hin und gelangt durch Zauberei in das Reich der Elfenkönigin und damit auch zu Weihnachtsmann und Christkind. „Was dann noch alles passiert, wird noch nicht verraten“, sagt Planetariumschef  und Drehbuchautor Gerd Thiele zur Handlung. Der 360-Grad-Film in Eigenproduktion soll etwa 45 Minuten lang werden und im Vorweihnachtsprogramm 2021 uraufgeführt werden. Das Publikum sitzt dabei mitten im Geschehen.

Der Film „Die Elfentür“ spielt in der realen Welt und auch in der Zauberwelt der Elfen. „Die realen Szenen nehmen wir mit einer speziellen 360-Grad-Kamera auf“, erklärt Thiele. Die Elfen werden mit einem Digitaltrick erzeugt, wobei reale Schauspieler mit Hilfe einer Greenbox in einer virtuellen Kulisse agieren. Das 1974 eröffnete und gegenwärtig modernste Planetarium im Land Brandenburg verfügt über eigene Studios für die Tonaufnahmen, ein Greenbox-Studio mit der entsprechenden Aufnahmehardware sowie ein Studio für digitale Videobearbeitung und die 360-Grad-Postproduktion. „Nur wenige Planetarien im deutschsprachigen Raum können so eine Show selbst produzieren“, so Thiele. Er hat in seinem Sohn Sebastian als studierten Filmemacher und Schauspieler außerdem einen starken Mann als technischen Leiter an seiner Seite.

Natürlich bietet die magische Filmgeschichte auch den Sterneguckern viel Interessantes zu den astronomischen Phänomenen zwischen Nord- und Südpol. Kooperiert wird unter anderen mit der österreichischen Fernsehproduktionsfirma Five-Elements-Films GmbH und der aus Kärnten stammenden Designerin Christina Lerch. Sie liefert die Grafiken für den Elfentür-Film. Für die Rollen in der virtuellen Scheinwelt stehen bereits professionelle Künstler bereit. Auch Musiker vom Staatstheater Cottbus sollen mitwirken. Größtes Problem für den aufwendigen 360-Grad-Film ist allerdings das Geld. „Das benötigte Minimum sind 5.000 Euro“, sagte der Planetariumschef. Sie sollen mit einer bis zum 31. März 2021 befristeten Crowdfunding-Aktion (https://startnext.com/elfentuer) eingeworben werden. Bisher sind bereits über 1.600 Euro für das Cottbuser Filmprojekt gespendet worden. (kay) 17. Februar 2021

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