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Romy Schwarzer ist in Cottbus keine Unbekannte. Die in Dresden geborene und aufgewachsene, freiberufliche Tänzerin und studierte Choreografin hat bereits von 2018 bis 2020 als Regieassistentin und Choreografin unter Schauspieldirektor Jo Fabian am Staatstheater Cottbus ihre Spuren hinterlassen. Jetzt steht die Absolventin der Hochschule für Musik in Köln und des Berliner Master-Studiengangs an der Schauspielschule „Ernst Busch“ vor einer neuen Herausforderung. Einen Tag nach dem Valentinstag, am 15. Februar, will sie in der Cottbuser TanzWERKSTATT eine Residenz im Rahmen des internationalen Projektes „DiR - Dance in Residence Brandenburg“ beginnen. Das Thema liegt dabei in der zweisprachigen Lausitz auf der Hand. Es lautet „Tanztraditionen der sorbischen Kultur“.

„Bei dem vom Bund mit 230.000 Euro geförderten Gesamtprojekt soll die Tanzszene im Land  regional und international noch besser vernetzt werden“, sagte Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle. Gemeinsam mit dem Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) hat sie die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Mit im Boot des überregionalen Netzwerkprojektes sitzen außer der im Jahr 2008 von Tanzlehrerin und Choreografin Golde Grunske gegründeten TanzWERKSTATT Cottbus auch die Potsdamer „Fabrik moves“, das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst/Dieselkraftwerk Cottbus, Pro Potsdam und das Potsdamer Bürgerhaus Schlaatz. Für die beiden Ausschreibungsverfahren mit acht regionalen Residenzen für eine Woche und jeweils sechs vierwöchigen Aufenthalten für die internationale Variante gab es zahlreiche Bewerbungen aus dem In- und Ausland.

80 haben sich für die Teilnahme an einer regionalen Residenz beworben. International wollen rund 200 Künstler aus 30 Nationen, unter anderen aus mehreren europäischen Ländern, der Türkei, dem Libanon, Israel, Ägypten und Kanada, am Tanzprojekt teilnehmen. Die endgültige Auswahl hat eine regional und international besetzte Jury getroffen. Für die Tanzikone Golde Grunske und die Cottbuser Residenzleiterin Romy Fröhlich ist wichtig, dass das Dieselkraftwerk am Amtsteich mit mindestens einer Tanzpräsentation dabei ist. Noch in bester Erinnerung ist ihre Tanzperformance im Vorjahr im Landesmuseum unter dem Titel „In Zeiten wie diesen…“. Da hatten alle im Foyer gezeigten Tänze einen unmittelbaren Bezug zur damaligen Ausstellung „Liebe, Hass und Einsamkeit“. Über 40 Künstlerinnen und Künstler, unter anderen Fritz Cremer, die in Räckelwitz bei Kamenz geborene Angela Hampel oder Maik Lagodzky, hatten damals in vier Kapiteln große Gefühle in ihren ausgestellten Kunstwerken ausgedrückt. (kay) 9. Februar 2021

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