Corona Brandenburg Theater Museen

„Kein Spielbetrieb bis voraussichtlich Ostern“, kündigt das Staatstheater Cottbus ernüchternd an. „Das ‚Piccolo‘ bleibt bis auf weiteres geschlossen“, steht am Kinder- und Jugendtheater am Cottbuser Erich Kästner Platz. Auch für die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz geht in den Gemächern des grünen Gartenfürsten, Weltenbummlers und großen Literaten ausgerechnet zu seinem 150. Todestag gegenwärtig analog gar nichts. Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst am Cottbuser Amtsteich hat schon lange seine „Schotten“ dicht gemacht. Und auch die Neue Bühne Senftenberg verkündet während der Schließzeit vorerst nur ihre große Solidarität mit dem treuen Publikum und der Parole „Wir vermissen Sie auch!“.

Fünf kulturelle Leuchttürme der Lausitz sind sich allerdings trotzdem einig in ihrem Bekenntnis zum verlängerten Lockdown. Mit über 25 ebenfalls von den Corona-Auflagen betroffenen Theatern, Kultureinrichtungen und Orchestern des Landes Brandenburg  haben sie jetzt ein gemeinsames Papier von Kulturministerin Manja Schüle unterzeichnet. „Kultur und Corona – Der Brandenburger Weg“ ist es überschrieben. Unterschrieben haben es unter anderen Intendant und Operndirektor des Staatstheaters Cottbus, Stephan Märki, „Piccolo“-Chef Reinhard Drogla, Pückler-Stiftungsvorstand Stefan Körner, die Landesmuseumsdirektorin Ulrike Kremeier und der Senftenberger Intendant Manuel Soubeyrand. Ihre Namen finden sich in bester Gesellschaft unter anderen mit den Unterschriften der Verantwortungsträger vom Deutschen Filmorchester Babelsberg, dem Hans Otto Theater Potsdam, dem Kleist- Forum Frankfurt (Oder) oder den Uckermärkischen Bühnen Schwedt.

„Kultur ist nötiger denn je“, heißt es in dem gemeinsamen Dokument. Dazu haben sich die Unterzeichner zu vier Grundprinzipien bekannt: „Wir lieben die Kultur, aber die Gesundheit geht vor“, „Wir lassen uns Kultur nicht verbieten“, „Wir geben auf einander acht“ und „Wir sind solidarisch“. Die finale Aussage, dass der Lockdown nicht ewig dauern wird, gibt Hoffnung auch für alle Lausitzer Kultureinrichtungen. Sie überbrücken die unerträgliche Situation jetzt mit digitalen Angeboten. Die Branitzer Stiftung lässt so das Schloss mit einem Audioguide entdecken. Das Cottbuser Landesmuseum bietet das online-Format „BLMK extended“ an. Im „Piccolo“ bereitet man sich auf das 30. Bundestreffen der Theater-Jugendclubs im September 2021 vor. Die Neue Bühne Senftenberg übt schon für „Kabale und Liebe“ und „Mein Jahr ohne Udo Jürgens“. Auch das Staatstheater Cottbus probt bereits für die ausstehenden  Premieren „Die lustige Witwe“, das Schauspiel „Solaris“ und Straw!inskys Ballette. (kay) 28. Januar 2021

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