Spreewald Stipendium Autoren Hotel Bleiche

Die Hotels sind zwar geschlossen, aber einige Autoren können sich immerhin schon auf einen Aufenthalt im Spreewald freuen. Das Hotel Bleiche in Burg lädt sie in alter Tradition zu sich ein. Fünf Preisträger*innen wurden mit dem 13. Spreewald-Literatur-Stipendium Jahrgang 2020/2021 ausgezeichnet, teilt die zuständige Agentur mit. 106 Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum haben sich in den Kategorien Prosa, Lyrik, Theater und Drehbuch dafür beworben. Die Preisträger sind: Jan Böttcher, Felicitas Korn, Moritz Rinke, Björn Bicker und Richard Schuberth. Aufgrund der Pandemie tagte die Jury erstmals digital. Die Residenzaufenthalte sind alle im Jahr 2021 und werden individuell abgestimmt. Die Autoren reisen nacheinander an, der erste Aufenthalt ist im Frühjahr geplant, der nächste im Sommer

Die Stipendien stiftet das Hotel in Zusammenarbeit mit der Spreewälder-Kulturstiftung. Sie fördern die gegenwärtige Literatur und die literarische Auseinandersetzung mit der Spreewaldregion, heißt es weiter in der Mitteilung. Der Termin für die nächste Ausschreibung verzögere sich aufgrund der Pandemie und soll rechtzeitig bekanntgegeben werden. Zur Jury gehört der Schriftsteller Bernhard Schlink, der mehrere Romane veröffentlichte, darunter den internationalen Bestseller "Der Vorleser", der mit Kate Winslet verfilmt wurde. Einer der bisherigen Preisträger ist Saša Stanišić, der auch den Preis der Leipziger Buchmesse und den Deutschen Buchpreis erhielt. 

Das Stipendium gibt den Autoren Zeit zum Arbeiten, zum Recherchieren, Denken und Ausruhen. Fernab der Alltagshektik würden sie in ihrer Residenzzeit die Region als einen besonderen Ort der Ruhe und Inspiration für ihre schriftstellerische Arbeit erleben, schreibt die Agentur. Während der Residenzzeit sind bis zu vier Lesungen vorgesehen, deren Inhalte vom Stipendiaten bestimmt werden. Der Eintritt zu allen Lesungen ist frei.

Der erste Preisträger Jan Böttcher wurde 1973 in Lüneburg geboren und lebt als freier Autor, Sänger und Musiker in Berlin. Er hat Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik in Berlin und Stockholm studiert. Von 1998 bis 2006 war er Sänger und Texter der Berliner Band Herr Nilsson. Er hat bislang sechs Romane veröffentlicht, zwei davon standen auf Platz 1 der renommierten SWR-Bestenliste der Kritiker*innen (»Das Lied vom Tun und Lassen« im Jahr 2011 und »Y«, 2017). 2007 gewann er den Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt.

Im Sommer folgt Felicitas Korn, die auch aus Berlin kommt. Sie wurde 1974 in Offenbach am Main geboren, ist Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin. Zu ihren Werken zählen der Musikclip zum gleichnamigen Hit »Supergirl« der Band Reamonn, der Kurzfilm »nass« mit Bela B. von der Band »Die Ärzte« und der Spielfilm »Auftauchen«. In den letzten Jahren schrieb sie auch immer wieder für verschiedene Fernsehformate. 2020 erschien ihr erster Roman DREI LEBEN LANG. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, so erhielt sie den Best New Director Award vom International Filmfest Brooklyn für »Auftauchen«. (st) 14. Januar 2021 

Mehr dazu im Netz unter http://www.bleiche.de/literatur-stipendium.html, http://bleiche.tumblr.com/ und http://spreewaelder-kulturstiftung.de/

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