Aufruf Oberlausitz Mundart Referenten Lusatia

Die Gesellschaft zur Erhaltung und Förderung der Oberlausitzer Mundart ruft zu Vorschlägen für das Oberlausitzer Wort 2021 auf, teilt der Lusatia-Verband in seinem aktuellem Informationsbrief mit. Essen und Trinken halten bekanntlich Leib und Seele zusammen, heißt es dort, und so lautet das Motto "Oalls iebersch Assn und Trinkn", übersetzt: "Alles übers Essen und Trinken"Nicht nur Gerichte und Getränke sind gefragt, auch alles rund um Küche und Keller, Haus und Hof, das mit Essen und Trinken zu tun hat, kann genannt werden. Ebenso sollten typische Oberlausitzer Wörter, die Tätigkeiten oder Eigenschaften bezeichnen und etwas mit dem leiblichen Wohl zu tun haben, dabei nicht vergessen werden. Vorschläge sind bis zum 30. März 2021 möglich, am besten per E-Mail an den Verband. 

In diesem Jahr sind gleich drei Worte gekürt worden:

Fansterritschl: Substantiv - Wenn der Oberlausitzer vom Fansterritschl spricht, meint er die rutschende Holzplatte, die innen am Fenster angebracht ist und die man zum Verdunkeln vor das Fenster schiebt.

Noaatschn: Verb - für „weinen“ oder umgangssprachlich „heulen“.

Oack: Adverb, Partikel - sprachliche Formen aus der Zeit von 1050 bis 1350 für "nur", "bloß", „doch“, „nun“, „eben“, „wohl“ und allerdings“.

Die Oberlausitzer Worte der Vorjahre waren: 2015 Kließlroaffer, 2016 Hietroabratl, 2017 Abernmauke, 2018 Foarzwulle und 2019 Schnupptichl.

Der Lusatia-Verband sucht außerdem Referenten zu Geschichte und Landeskunde der Oberlausitz. Das Interesse daran steigt, was gut besuchte Vorträge ebenso zeigen wie das Angebot an heimatgeschichtlicher Literatur, teilt der Verband mit. Er hat dazu eine Bildungsinitiative gestartet und plant ein Vortragsprogramm mit Angeboten für Heimat- und Geschichtsvereine, für Bürger und auch Gäste der Gemeinden und Städte der Oberlausitz oder auch zur Weiterbildung für Geschichts- und Sachkundelehrer. Dafür werden Referenten gesucht, die bei dem Vortragsprogramm mitwirken möchten. Themenvorschläge können bis zum Jahresende an den Verband geschickt werden, am besten ebenso per E-Mail. (st) 23. November 2020

Vorschläge per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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