Er spielt den Pfeiffer mit drei „F“ in der Feuerzangenbowle, spaziert stolz als Pückler durch den Branitzer Park in Cottbus und führt anlässlich des 200. Geburtstages die Gästeschar nun auch als Fontane durch den Spreewald. Der als „Tausendsassa“ bekannte Schauspieler, Tänzer, Choreograf, Moderator und Regisseur Michael Apel will jetzt Intendant der Kleinen Komödie in Cottbus werden. Die Theaterleitung der vor fast 30 Jahren als erstes Privattheater im Land Brandenburg gegründeten TheaterNative C bestätigte jetzt die Bewerbung. Der 56-jährige Absolvent der Dresdener Palucca-Schule und der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin sowie mehrerer Ballettchef-Einsätze in Plauen, Dresden und Cottbus hat sich jetzt mit der Regie in Eugen Ruges Komödie „Mir nichts dir nichts“ um die freiwerdende Stelle beworben. Das Stück hatte am 7. April seine erfolgreiche Premiere in Cottbus.

Michael Apel will den österreichischen Gründer und Intendanten der Kleinen Komödie, Gerhard Printschitsch, beerben. Der 71-jährige Volksschauspieler möchte etwas kürzer treten und sich von der Theaterleitung zurückziehen. Allerdings ist sein erster Versuch für dieses Vorhaben vor einem Jahr gescheitert. Der frühere Opernspielleiter des Staatstheaters Cottbus, Hauke Tesch, der eigentlich schon die Nachfolge angetreten hatte, ist ein halbes Jahr später überraschend als Intendant zurückgetreten. Zwischen ihm und dem Vorstand der Theatergesellschaft C soll es vor allem unterschiedliche Auffassungen zum Sommertheater 2018 der Kleinen Komödie gegeben haben. Um das kleine Cottbuser Theater zu retten, übernahm dann Gerhard Printschitsch wieder die Intendanz und Geschäftsführung. Für die Führungsstelle hat sich außer Michael Apel auch noch der Schauspieler und Regisseur Roland Heitz aus dem niedersächsischen Sandkrug im Landkreis Oldenburg beworben. Er will sich im Sommer mit einer Inszenierung in Cottbus vorstellen. Danach entscheidet die Trägergesellschaft der Kleinen Komödie über die Stellenbesetzung. (kay)