Panda Tierpark Görlitz

Der Görlitzer Tierpark trauert um seine Panda-Dame Nima. Der Publikumsliebling ist überraschend gestorben, teilte der Tierpark am 8. Mai mit. Plötzlich auftretende Bewegungsstörungen und ein fehlender Appetit machten einen Tierarztbesuch für Nima unumgänglich. Der Tierpark schreibt: Die dort erstellten Röntgenaufnahmen gaben Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall. Zurück im Tierpark bekam die Rote-Panda-Dame ein Einzelkrankenzimmer zwar mit Schlafhöhle, aufgrund der Diagnose aber ohne Klettermöglichkeit. Unter den regelmäßigen Behandlungen und der Bewegungsrestriktionen ging es Nima zunehmend besser, auch ihr Appetit kehrte zurück. Bis sie eines Morgens leblos in ihrem Krankenstall aufgefunden wurde.Der Tierkörper wurde zur Klärung der Todesursache an das Landesuntersuchungsamt in Dresden geschickt. Das vorläufige Ergebnis ist allerdings enttäuschend. Eine plausible Erklärung für den unerwarteten Tod konnte nicht gefunden werden. Das Tier befand sich laut Befund in einem hervorragenden gesundheitlichen Zustand. Nun sollen weitere Untersuchungen folgen.

Tierpflegern und Stammbesuchern wird die charismatische, zutrauliche Nima sehr fehlen. 2012 einjährig aus Warschau kommend und medienwirksam von den damals amtierenden Görlitzer und Zgorzelecer Oberbürgermeistern Deinege und Gronicz als Zeichen der bilateralen Kooperation, auch auf dem zoologischen Sektor, in die Panda Anlage eingesetzt, hat sie in ihren acht Lebensjahren im Görlitzer Tierpark nicht nur insgesamt sechs Jungtiere zur Welt gebracht, sondern diese dank moderner Technik sogar vor den Augen der Besucher großgezogen.

Der Görlitzer Tierpark hält und züchtet seit über 20 Jahren den in seinem Verbreitungsgebiet aufgrund von Lebensraumzerstörung, illegaler Jagd und durch Haustiere übertragene Krankheiten stark bedrohten Roten Panda. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm, an dem der Görlitzer Tierpark seit Beginn seiner Panda Haltung teilnimmt, koordiniert derzeit etwa 400 Katzenbären in Europäischen Zoos.

Aufgrund des Todes seiner Mutter bleibt der im vergangenen Jahr geborene Nishuu, der laut Zuchtbuchempfehlung in einen Zoo nach Luxemburg gehen soll, etwas länger an seinem Geburtsort und leistet damit Vater Metok noch bis zum Herbst Gesellschaft. (st)

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