Tarife Theater Cottbus

Jetzt kommen gute Nachrichten aus der Lausitzmetropole. Das Land Brandenburg will für den jahrelangen und äußerst zähen Tarifstreit am Staatstheater Cottbus zusätzlich 2,2 Millionen Euro im Rahmen des Nachtragshaushalts bereitstellen, teilte das Kulturministerium mit. Dem Vorhaben muss abschließend noch der Brandenburger Landtag zustimmen. Weitere Mittel sollen auch von der Stadt Cottbus kommen. Die Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) und die Künstler-Gewerkschaften haben sich bei den Tarifverhandlungen auf neue Haustarifverträge am Vierspartentheater verständigt. Die technischen Mitarbeiter und Verwaltungsbeschäftigten erhalten rückwirkend ab 1. Januar 2020 insgesamt 6,25 Prozent mehr Gehalt und erreichen damit den Flächentarif. Die Künstler des Staatstheaters erhalten ebenfalls rückwirkend ab 1. Januar 2020 ein Plus von 3,25 Prozent sowie acht zusätzliche, freie Tage. Außerdem kommen sie ab 1. Januar 2021 ebenfalls in den Genuss des vollen Flächentarifs. Seit zehn Jahren waren die Cottbuser Theaterbeschäftigten und Künstler nach einem mehrmals korrigierten Haustarifvertrag bezahlt worden, der sie jedoch deutlich schlechter gestellt hatte als ihre Kollegen in anderen Theaterhäusern.

Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) freut sich über die jetzt erreichte Einigung im Tarifstreit am Staatstheater Cottbus. „Damit stabilisieren und stärken wir das Staatstheater Cottbus und schaffen dort gute und faire Arbeitsbedingungen“, sagte die Ministerin. Zusammen mit den Personalentscheidungen der vergangenen Wochen und Monate sind das „großartige Voraussetzungen für einen kraftvollen Start ins neue Jahr und die kommende Spielzeit 2020/2021 unter der Ägide des neuen Intendanten Stephan Märki“. Das Staatstheater ist nicht nur ein zentraler Impulsgeber für das kulturelle Leben in Cottbus und der Lausitz. „Es ist auch ein künstlerisches Aushängeschild für das Land Brandenburg“, erklärte Schüle. Außer dem Wechsel an der Spitze der Intendanz nimmt auch mit Ruth Heynen eine neue Schauspieldirektorin ab der Spielzeit 2020/2021 ihre Tätigkeit auf. Jasmina Hadziahmetovic wird neue Oberspielleiterin Oper und Alexander Merzyn ist bereits seit Dezember 2019 neuer Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters. (kay)

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