Staatstheater Cottbus Rössl

„Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“, „Die ganze Welt ist himmelblau“ oder „Es muss was Wunderbares sein, von dir geliebt zu werden“ – das sind nur einige der unverwüstlichen Ohrwürmer und Evergreens, die am 25. Januar bei der Premiere im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus zu hören waren. Zum wiederholten Mal steht Ralph Benatzkys Revueoperette aus dem Jahr 1930 „Im weißen Rössl“ auf dem Spielplan des Vierspartentheaters. Nach dem Schauspielmusical „The Black Rider“, der Oper „Effi Briest“, dem Ballett „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ und Goethes Tragödie „Faust“ zum Start in die neue Spielzeit gibt es jetzt zwischendurch wieder einmal „leichte Kost“ am Cottbuser Schillerplatz. Dabei steht das „Weiße Rössl“ wieder in der Publikumsgunst ganz oben mit Witz und Charme, der liebevoll-ironischen Blicke auf die Alpen-Urlaubsidyllen und der unsterblichen Melodien aus der Feder von Ralph Benatzky und auch Robert Stolz.

Zuletzt stand das Singspiel in drei Akten als Sommerspektakel im Juni 2002 auf dem Cottbuser Spielplan. Damals gab es insgesamt 19 Vorstellungen unter anderen mit den singenden Schauspielerinnen der Damenkapelle aus Berlin, teilte das Staatstheater mit. Ganz große Namen standen bei der Premiere vor 90 Jahren in Berlin und auch danach auf den „Rössl“-Besetzungslisten. Dazu gehörten unter anderen Camilla Spira, Paul Hörbiger, Max Hansen, Johannes Hesters, Peter Alexander und Theo Lingen. In Cottbus können sich die Theaterbesucher auf die großen Partien mit Gesine Forberger als Josephia Vogelhuber, Heiko Walter/Christian Henneberg als Leopold, Mirjam Miesterfeldt als Klärchen, Debra Stanley als Ottilie sowie Hardy Brachmann als Dr. Siedler und Thorsten Coers als Sigismund freuen. Regie führt Kay Link und die musikalische Leitung liegt in den Händen von Johannes Zurl. Die Bühnenausstattung schuf Bernhard Niechotz und die Kostüme Nicole Lorenz. Erstmals teilen sich die Cottbuser Bühnen-Youngster Fabian Patrice Loeschke und Marco Wende die kleine Solo-Rolle des Piccolo. Nach den spielfreudigen Jungen als Kellner-Lehrling im „Rössl“-Hotel hatte das Staatstheater erfolgreich im vergangenen Herbst gesucht.

Die Handlung des Stückes frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell ist schnell erzählt. Der Kellner Leopold bemüht sich um die Gunst seiner Chefin Josepha Vogelhuber, die jedoch nur Augen für den Rechtsanwalt Dr. Siedler hat. Der wiederum begeistert sich für Ottilie, die ihren Vater, den Berliner Trikotagenfabrikanten Giesecke, begleitet. Als dann auch noch Sigismund Sülzheimer, Sohn von Gieseckes Konkurrenten, die Hand nach Ottilie ausstreckt, erreichen die vielen Verwicklungen ihren Höhepunkt. Zum Schluss muss der Kaiser schlichten. Die nächste Vorstellung ist am 27. Februar, 19.30 Uhr, im Großen Haus. (kay)

Tickets/online buchen: www.staatstheater-cottbus.de                                                                                                                     

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