Komödie Cottbus Theater Chef

Er spielte bisher Dutzende Fernseh- und Theaterrollen und inszenierte über 100 vor allem komödiantische Stücke an den verschiedensten deutschen Theatern. Jetzt kommt der niedersächsische Schauspieler und Regisseur Roland Heitz in die Lausitz-Metropole. Hier übernimmt der 62-jährige Allrounder am 15. Februar 2020 die Kleine Komödie Cottbus/TheaterNative C als Theaterleiter, teilte am Wochenende Intendant Gerhard Printschitsch mit. Der 1948 in Leibnitz in Österreich geborene Chef des von ihm vor über 30 Jahren gegründeten, ersten Privattheaters im Land Brandenburg will künftig etwas kürzer treten und nur noch als Schauspieler und Regisseur tätig werden. „Zuvor waren mehrere Versuche, einen neuen Theaterleiter zu finden, leider schief gegangen“, erklärte der Österreicher. So hat der ehemalige Opernspielleiter des Staatstheaters Cottbus, Hauke Tesch, am 1. Januar 2018 nach nur halbjähriger Tätigkeit von sich aus die Reißleine gezogen. Gründe für seinen Rücktritt waren "unterschiedliche Auffassungen, unter anderem zum Theatersommer". Auch der Cottbuser Schauspieler, Moderator, Tänzer und Regisseur Michael Apel schaffte es nicht auf den Intendantenstuhl, weil der 1992 gegründete Förderverein „Theatergesellschaft C“ etwas dagegen hatte.

Beim bereits aus Fernsehrollen der beliebten Serien wie „Der Landarzt“, „Die Schwarzwaldklinik“, „Schwarz-Rot-Gold“ oder „Verbotene Liebe“, bekannten Roland Heitz schlug der Österreicher einen anderen Weg ein. Er lud den Niedersachsen kurzerhand als seinen potentiellen Nachfolger nach Cottbus ein, wo er im August 2019 das aus der vielfach ausgezeichneten TV-Serie bekannte Stück „Der Tatortreiniger“ überaus erfolgreich inszenierte. „Wir hatten das gute Gefühl, dass es mit Roland Heitz als Theaterleiter klappen könnte, sagte auch Printschitschs Ehefrau Sabine und Vizevorsitzende des Fördervereins. Alle betrachteten die Bewerbung von Roland Heitz als „großes Glück“, nachdem man schon überlegt hatte, das kleine, familiäre Cottbuser Theater vielleicht für immer zu schließen.

„Ich habe mich in diese Stadt und dieses Cottbuser Theater verliebt“, gab der in Saarbrücken geborene Roland Heitz zu verstehen. Er strebt nach einem kritischen Blick in die Geschäftsbücher keine experimentellen Umwälzungen an und will an der Kleinen Komödie Cottbus weiterhin den Humor als schärfste Waffe einsetzen. Der in seinen Eckpunkten bereits feststehende Spielplan 2020 widerspiegelt bereits die Handschrift des Niedersachsen. Da gibt es am 17. April mit der Gaunerkomödie „Zwei wie Bonnie und Clyde“ die erste Cottbuser Inszenierung von Roland Heitz. Im Schauspiel „Der blaue Engel“ von Peter Turrini nach Heinrich Mann spielt er bei der Premiere in der Regie von Gerhard Printschitsch am 10. Juli den Professor Unrat. Ab 7. November wollen dann die „Landeier“ in der Komödie von Frederik Holtkamp unter seiner Regie nach dem Motto „Bauer sucht Frau“ die Bretter in der Cottbuser Petersilienstraße 24 erobern. Die Erfolgsstücke „Pension Schöller“, „Der Tatortreiniger“ und „Der Pantoffel-Panther“ stehen im neuen Jahr erneut auf dem Spielplan. Auch das beliebte Sommertheater gibt es 2020 wieder. Die weiterhin auf Fördermittel und Sponsorenzuwendungen angewiesene TheaterNative C zählte im Vorjahr rund 7.000 Besucher. (kay)

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