Cottbus Staatstheater Generalmusikdirektor

Nach den Querelen am Staatstheater Cottbus im Jahr 2018 mit dem Rücktritt von Intendant und Operndirektor Martin Schüler sowie der Kündigung von Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters, Evan Alexis Christ, ist jetzt die künftige künstlerische Leitung des Vierspartenhauses wieder komplett. „Der Stiftungsrat der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) hat der Berufung von Ruth Heynen als neue Schauspieldirektorin und von Alexander Merzyn als neuem Generalmusikdirektor zugestimmt“, teilte Ministeriumssprecher Stephan Breiding mit. Die 1963 im nordrhein-westfälischen Wesseling geborene und promovierte Dramaturgin Ruth Heynen beginnt ihre Tätigkeit als Nachfolgerin von Jo Fabian zur Spielzeit 2020/2021. Alexander Merzyn, der das Amt bereits kommissarisch innehat, wird zum 1. Januar 2020 berufen. Bereits beschlossen ist die Berufung des künftigen Intendanten und Operndirektors Stephan Märki zur Spielzeit 2020/2021 als Nachfolger von René Serge Mund.

Die Besetzung des vakanten Postens des Generalmusikdirektors des Philharmonischen Orchesters war lange Zeit ungewiss. „Dafür hatten sich rund 140 Kandidaten beworben“, teilte das Staatstheater Cottbus mit. Dank seines vorzüglichen künstlerischen Könnens konnte sich schließlich Alexander Merzyn, der sich ebenfalls um den Posten beworben hatte, durchsetzen. Mit großer Mehrheit haben die Orchestermusiker, die Sänger-Solisten und der Opernchor für ihn gestimmt. Der 1983 in Kiel geborene Orchesterleiter studierte zunächst Violoncello in Berlin. Ab 2009 absolvierte er ein Dirigierstudium in Weimar. Seit 2010 war er Gastdirigent zahlreicher Orchester, unter anderen beim MDR-Sinfonieorchester, der Deutschen Radiophilharmonie und der Dresdener Philharmonie sowie der Staatskapelle Schwerin, der Kammerakademie Potsdam und dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich. Mit Beginn der Spielzeit 2017/2018 wechselte der 36-Jährige als 1. Kapellmeister an das Staatstheater Cottbus. Seit August 2018 ist er hier kommissarischer Generalmusikdirektor.

Brandenburgs neue Kulturministerin und Vorsitzende des Stiftungsrates der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) Manja Schüle (SPD) begrüßte die personellen Entscheidungen. „Ich freue mich sehr, dass das künstlerische Leitungsteam des Staatstheaters um den zukünftigen Intendanten Stephan Märki nun komplett ist“, sagte die Ministerin. Das Haus ist damit bestens für die kommenden Jahre aufgestellt. Die Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) vereint seit 2017 unter ihrem Dach das Staatstheater Cottbus sowie das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst mit seinen Standorten Dieselkraftwerk Cottbus sowie Rathaushalle und Packhof in Frankfurt (Oder). Das Land Brandenburg unterstützt die Stiftung in diesem Jahr mit rund 12,4 Millionen Euro. (kay)

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