Theater Zittau Premiere Anarchistin

Ein packendes Drama kündigte das Zittauer Theater an. Auf der Studiobühne hatte am 30. November »Die Anarchistin« von David Mamet Premiere. Darin prallen die Glaubenssätze und Wertesysteme der beiden Protagonistinnen aufeinander. Als inhaftierte Terroristin Cathy, die wegen Polizistenmords eine lebenslängliche Gefängnisstrafe absitzt, ist die Schauspielerin Sabine Krug zu sehen. Die Justizbeamtin Ann, die vergeblich auf ein Schuldbekenntnis von Cathy hofft, wird von Renate Schneider gespielt. Inszeniert von Gastregisseurin Christiane Müller, liefern sich die beiden Frauen einen erbitterten Machtkampf, teilte das Theater mit.

Das Theater hätte sich keinen besseren Termin für die Premiere des Dialogs aussuchen können, schrieb es. Der 30. November ist der Geburtstag von Drehbuchautor, Filmregisseur und Schriftsteller David Mamet. Der Tony-Award- und Pulitzer-Preisträger schrieb das Drama um die sich belauernden Protagonistinnen. Mit seinem ungewöhnlichen Sprachstil und schnellen, mit Kraftausdrücken durchsetzten Dialogen, prägte er den Begriff »Mamet Speak«. Auch Cathy, die vor 35 Jahren einen Terroranschlag verübte, der zwei Todesopfer forderte und seitdem im Gefängnis sitzt und die zuständige Justizbeamtin Ann liefern sich einen verbalen Kampf. Cathy bittet um Straferlass, gibt sich geläutert und beharrt darauf, im Gefängnis zum Glauben gefunden zu haben. Ann glaubt nicht daran, dass sich Menschen wirklich ändern können und zweifelt an Cathys Läuterung.

Regisseurin Christiane Müller war von 2009 bis 2011 als Regieassistentin und Regisseurin am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau engagiert. Aus dem Theater heißt es: "Lassen Sie sich den packenden Machtkampf nicht entgehen und entscheiden Sie selbst, ob ein Straftäter sich tatsächlich ändern kann!" (st)

»Die Anarchistin« im Theater Zittau, Studiobühne, nächste Vorstellungen am 6.12., 19.1. und 31.1., jeweils 19:30 Uhr

Außerdem hat am 1. Dezember in Görlitz "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" als Tanzstück Premiere. Mehr über die Märchen auf Lausitzer Bühnen steht weiter hinten auf diesen Seiten. 

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