Gundermann Film Hoyerswerda Lausitz

Von einer "bewegenden Vorstellung" berichtet die Kulturfabrik in Hoyerswerda. Dort wurde der Dokumentarfilm "Gundermann Revier" von Grit Lemke gezeigt, die Veranstaltung war ausverkauft. Am 8. Dezember läuft der Film beim MDR.

Das Lausitzer Revier und die einstige „sozialistische Wohnstadt“ Hoyerswerda bilden den Hintergrund für die Biografie von Gerhard Gundermann, Rockpoet, Baggerfahrer und „Stimme des Ostens“, schreibt die Kulturfabrik. Wie in einem Brennspiegel würden sich in der Region und in seinem Werk globale Fragen: Heimat und Industrie, das Ende der Arbeit, Utopie und individuelle Verantwortung bündeln. Eine Lehrerin, seine ersten Wegbegleiter aus der Brigade Feuerstein, sein Techniker und enger Mitarbeiter kommen ebenso zu Wort wie die Silly-Musiker Uwe Hassbecker und Ritchie Barton, Andy Wieczorek von der Band „Seilschaft“ und seine Witwe Conny Gundermann. Der Bürgerchor Hoyerswerda singt Gundermann-Lieder und führt in die Gegenwart des Reviers, das sich neu erfinden muss. Eingebettet in poetische Reflexionen einer Ich-Erzählerin, die in Hoyerswerda mit Gundermann aufwuchs, und metaphorische Bilder einer umgebrochenen Landschaft und Stadt entfaltet sich ein Dialog mit Gundermann in weitgehend unbekannten Archivaufnahmen, Texten und Musik, heißt es weiter zu dem Film. Es sei ein Film über einen von denen, „die die welt nicht retten können aber möchten / mit viel zu kurzen messern in viel zu langen nächten“ nach Gundermanns Lied "Ich mache meinen Frieden".

Grit Lemke hat nicht nur Regie geführt, sondern auch das Buch für den Dokumentarfilm geschrieben. Sie wurde 1965 in Spremberg geboren, wuchs in Hoyerswerda auf und lebt jetzt in Berlin. "Gundermann Revier" entstand im Auftrag des MDR und rbb und hatte beim diesjährigen internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK Leipzig, Premiere. (st) 

"Gundermann Revier" im Fernsehen: 8. Dezember, MDR, 22.25 Uhr

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