Wussten Sie schon, dass Bienen kein Rot sehen? Dafür nehmen Bienen auch Farben im Ultraviolett-Bereich wahr, welcher von uns nicht gesehen werden kann. Der Weg zum Nektar ist bei einigen Blüten im UV-Bereich gekennzeichnet, sodass sie ihren optimalen Landeplatz schnell finden, schreibt der Tierpark in Görlitz.

"Da wir im Gegensatz zu unseren summenden Freunden aber Rot sehen, möchten wir uns mit einer Bitte an Sie wenden. Die aktuelle Entwicklung in der Bienen- und Insektenwelt zeichnet ein kritisches Bild für unsere Zukunft ab", heißt es. "Doch noch haben wir die Chance, etwas zu verändern." Deswegen hat der Tierpark einen Aufruf gestartet.  

Werden Sie Bienen-Retter und unterzeichnen Sie die Petition "Rettet die Bienen", schreibt der Tierpark. Auch wenn das Petitionsziel von 2000 Unterschriften bereits erreicht ist, möchte er die Leser darum bitten, die Petition zu unterstützen und "fleißig wie ein Bienchen zu verteilen".

Die Petition wurde am 15. Februar gestartet und läuft noch fünf Monate. Adressiert ist sie an den Petitionsausschuss des sächsischen Landtages. Inzwischen gibt es über 6000 Unterstützer, das neue "Sammelziel" sind 7500. Zuvor hatte es in Bayern eine solche Aktion gegeben.

Die Petition für Sachsen startete die Eilenburgerin Uta Strenger, "Immer mehr Grünflächen verschwinden. Der Lebensraum von Insekten und Vögeln verschwindet rasant", schreibt sie in der Petition. "Wir benötigen mehr wilde Wiesen. Naturlandschaften müssen erhalten bleiben."  Ihre Begründung: "Die Artenvielfalt zu erhalten, geht nur in einer Gemeinschaft. Je mehr Menschen sich einsetzen, desto eher wird auf das Problem aufmerksam gemacht und bekommt Gehör auch in der Politik". Und weiter: "Nur gemeinsam können wir etwas zum Guten verändern."

Der Görlitzer Naturschutz-Tierpark-Verein unterstützt die Bienen auch mit einer Naturschutz-Patenschaft, teilt der noch mit. Die gesammelten Gelder kommen dem Nisthilfebau für Wildbienen zu Gute.

Die Petition finden Sie unter:

https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-bienen-in-sachsen